Ding 20 „Einen Text sinnverstehend lesen“

bauernhofLesen ist auch oder gerade im Internetzeitalter eine wichtige Kulturtechnik, ohne die Wissenaufnahme und Kommunikation kaum denkbar sind. Wichtig also, dass Kinder auch in den ersten Lesejahren lernen, Sachtexte zu entschlüsseln und Informationen aus Texten herauszufiltern. Mit den Sachtexten, die Andrea Behnke für Schüler der zweiten und dritten Klasse geschrieben hat, können sie diese Art des Lesens üben. Die Reihe „Spannende Sachtexte für Erstleser“ von Andrea Behnke reift Themen aus dem Alltag der Kinder auf und berücksichtigt dabei speziell auch jene Fragen, die Jungen interessieren. In dem neuen Band „Auf dem Bauernhof“ werden die verschiedenen Facetten der Arbeit auf dem Bauernhof erstlesegerecht aufbereitet. Eine große Schrift und eine überschaubare Zeilenbreite und Satzlänge sorgen dafür, dass auch weniger Lesegeübte weiterlesen und erfahren, was es mit dem Schwein und anderen Hoftieren, Kartoffeln, Getreide und den Fahrzeugen, die ein Landwirt benutzt auf sich hat. Zu jedem Thema gibt es Texte in zwei Schwierigkeitsstufen und Aufgaben, mit denen das Textverständnis überprüft werden kann. Eine empfehlenswerte Sammlung von Arbeitsblättern für Schule, Förderunterricht OGS und das Lernen zu Hause.

Andrea Behnke: Auf dem Bauernhof. Persen Verlag 2013

Andrea Behnke: Wenn es Nacht wird. Persen Verlag 2012

Ding 37 „Grundrechenarten“

Die Grundrechenarten können Sie mit Ihrem Kind gar nicht oft genug üben, denn sie gehören zu den Grundfertigkeiten, die es im Leben immer wieder benötigt. Seien Sie also kreativ, wenn es darum geht, Grundrechenarten zu trainieren.

Ob Würfelspiele oder ein Rechenspaziergang, Rechnen können Sie gar nicht genug üben. Für meine Nachhilfeschüler habe ich mir solche Rechenlabyrinthe ausgedacht. Die machen ihnen Spaß und alles, was Spaß macht, bleibt schon automatisch besser hängen.

Hier finden Sie das Arbeitsblatt zur Division als PDF.

Und hier geht es zum Lieblingsspiel meiner Schüler: Mathekönig. Da werden alle Grundrechenarten spielerisch geübt.

Ding 46 „Mit Größen rechnen“

Die größten Probleme haben Grundschüler beim Rechnen mit Größen, also mit Liter oder Euro, Kilogramm oder Meter. Das ist insofern erstaunlich, weil gerade hier Mathematik lebendig wird und ein Bezug zum Alltag vorhanden ist.

Gerade im Winter bietet das gemeinsame Backen eine gute Gelegenheit, Größen erlebbar zu machen. Lassen Sie die Kinder die Zutaten abwiegen oder abmessen. So bekommen sie ein Gefühl für Größen und Größenverhältnisse. Auf einmal kommen Sie ins Gespräch darüber, was eigentlich 1/4 ist und wie viel Mehl nötig ist, wenn Sie die doppelte Portion Teig anrühren wollen.

In dem Büchlein „Benny Blu backt“ finden Sie einige Rezepte für das Backen mit Kindern. Besonders gelungen ist die Übersicht des Backzubehörs am Anfang des Büchleins, sie bietet gleich die Chance zur Wortschatzerweiterung. Es ist immer wieder erstaunlich zu sehen, dass manche Kinder selbst gängige Begriffe nicht kennen – und sie in Textaufgaben gar nicht einordnen können.

Die Abkürzungen werden ebenso erklärt wie gängige Maße, die in keinem Schulbuch stehen, z. B. „eine Prise“, und schließlich bekommen die Kinder ein paar Tipps fürs Backen.

Susanne Hansch: Benny Blu backt. Kinderleichte Rezepte. Kinderleicht Wissen 2009

Ding 55 „Anweisungen & Mitteilungen in einer Fremdsprache verstehen“

Das Schöne an den Ferien ist, dass ich es mir leisten kann, mit den Schülern auch einmal Spiele zu testen. Nachdem meine Schülerin um eine Stunde in Englisch gebeten hat und wir uns mit den Uhrzeiten (past …, to …) beschäftigt haben, sind wir zu einem Spiel übergegangen: „Englisch-Detektive“, bei dem man mithilfe eines Lesestifts kleine englische Verständnisaufgaben lösen muss. Das ist natürlich nicht der Kern des Spiels, es geht vielmehr darum, dass die Spieler gemeinsam einen gemeinen Detektiv bekämpfen, der eine Stadt tyrannisiert. So kommt es, dass mitten ins Spiel plötzlich dringende Eilmeldungen platzen.

Ein wirklich gelungener Einsatz des Lesestifts, vor allem, wenn man als Eltern nicht so richtig fit in der englischen Aussprache ist. Die Kinder haben viel Spaß und üben Vokabeln aus dem englischen Grundwortschatz wie Farben, Bezeichnungen für Gebäude in der Stadt, Kleidungsstücke.

Das Spiel ist zwar nicht ganz günstig, weil der Stift in meinem „Starter-Set“ enthalten war, aber sicher kann das Spiel auch in Büchereien ausgeliehen werden.

Ding 62 „Feste im Jahreskreislauf kennen“

naturfesteDas Kalenderjahr wird durch Feiertage und Feste wie Karneval, Ostern, Erntedank strukturiert. Aber auch darüber hinaus gibt es im Leben eines jeden Kindes Anlässe zum Feiern, ob das nun der Wackelzahn oder die Einschulung ist. In dem Buch „Lebendige Naturfeste“ hat Antje Neumann viele Anregungen für thematisch orientierte Feste aufgeführt, zum Beispiel

  • das Vogelfest zu Ostern
  • das Blumenfest als Maifeier
  • das Apfelfest an Erntedank
  • das Adventsfest für Waldtiere
  • das Neptunfest
  • Halloween
  • die Wackelzahnparty
  • das Weiden- und Hexenfest  zum Frühlingsbeginn

Zu jedem dieser und der anderen Feste hält das Buch Anregungen bereit – von der Einladungskarte bis zum passenden Essen, vom Themenlied bis zu thematisch passenden Spielen und Bastelangeboten.

Antje Neumann: Lebendige Naturfeste. Von Apfelfeset bis Waldkunstfeier: 16 Feste im Jahreskreis mit Kindern organisieren, feiern, genießen. Münster: Ökotopia Verlag 2013

Ding 82 „Teil einer Gruppe sein“

Überall, wo sich Ihr Kind aufhält, muss es sich in eine Gruppe einfügen. Einfügen heißt nicht, sich unterzuordnen, sondern wie ein Puzzleteil, seinen passenden Platz in der Gruppe zu finden. Das heißt auch, die Regeln der Gruppen zu durchschauen und sich ihnen anzupassen. In jeder Gruppe gibt es klar formulierte Regeln wie es die Gesetze für die ganze Gesellschaft sind, aber auch „heimliche“ Regeln, die die Gruppenmitglieder meist gar nicht benennen können. In der Gesellschaft sind solche „heimlichen“ Regeln die Regeln für gutes Benehmen, niemand wird per Gesetz gezwungen, einen anderen zu grüßen, er wird auch nicht von einem Gericht bestraft, aber womöglich von den anderen Menschen, denen jemand auffällt, der ein Schnitzel mit dem Löffel zerteilt, der sich nicht bedankt, wenn ihm geholfen wurde oder der einfach seine Beine ausstreckt, ob nun jemand an ihm vorbei möchte oder nicht.

In dem kleinen Büchlein „Benehmen“ erklärt Kerstin Schopf die wichtigsten Benimm-Regeln für Grundschulkinder – von der Begrüßung über die „Zauberwörter“ „Bitte“ und „danke“, das Essen mit geschlossenem Mund bis zu den Regeln, die es für das Internet gibt und die sich gar nicht so sehr davon unterscheiden, wie wir mit den Menschen im direkten Kontakt umgehen.

Kerstin Schopf: Benehmen. Bitte, danke, gern geschehen. Kinderleicht Wissen Verlag 2011

Hier stelle ich außerdem einige Bilderbücher zu dem Thema vor.

Und wer mit seinen Kindern üben möchte, wie man mit Konflikten umgeht, bevor es zum Streit kommt, dem kann ich Andrea Behnkes Buch „Die besten Spiele zum Umgang mit Konflikten“ empfehlen.

Ding 84 „Mit Gefühlen umgehen“

Eigentlich tun sich Kinder noch leicht damit, ihre Gefühle zu zeigen. Spätestens in der Schule erfahren sie jedoch, dass sie ihre Gefühle ein wenig kanalisieren müssen, um niemanden zu verletzen und um selbst nicht von anderen verletzt zu werden. Doch auch das müssen sie lernen und wie so viele Dinge, die man eigentlich automatisch macht, geht die „Gefühlserziehung“ häufig unter.

In dem Büchlein „Gefühle“ werden die verschiedenen Gefühle gut dargestellt, die Kinder erfahren, wie Gefühle entstehen, welche Gefühle es gibt und wie sie mit ihren Gefühlen gut umgehen können. Ein Buch kann das wahre Leben nicht ersetzen, aber es kann das Gespräch anregen und Hintergrundinformationen vermitteln. Diese helfen oft dabei, sein Gegenüber mit anderen Augen zu sehen und sich selbst mehr Gedanken über eigene Gefühlsstürme zu machen.

Renate Wienbreyer: Gefühle. Verstehen und damit umgehen. Kinderleicht Wissen 2007